Papierstapel und Kartenmaterial im Cockpit eines Kampfflugzeuges sind auch heute noch die reale Arbeitsumgebung für viele Soldatinnen und Soldaten. Damit unterscheidet sich die militärische von der zivilen Luftfahrt, in der Navigation, Wetter- und Kommunikationsdaten längst per iPad und anderen digitalen Kommunikationsmitteln abgewickelt werden. Wie so oft liegt die Wurzel dieses Unterschiedes bei der Datensicherheit. Den Grund dafür muss man sich im Defence-Sektor ganz einfach gedanklich mit dem Ernstfall visualisieren. Schließlich können schon Meta-Daten, die beispielsweise bei der Nutzung von WhatsApp abgegriffen werden, für die Positionsaufklärung von Truppenteilen ausreichen. Der Aufwand, den die gegnerische Aufklärung dafür leisten muss, ist in Zeiten von Künstlicher Intelligenz vergleichsweise gering. Sollte also doch alles besser beim analogen Alten bleiben? Oder sind die Vorteile einer digitalen Arbeitsumgebung der Weg in die Zukunft? 

Agile Echtzeitkommunikation verbessert die Führungsqualität

Innerhalb der Bundeswehr hat sich ein Begriff etabliert, der den größten Mehrwert der digitalen Tools beschreiben soll: Führungsfähigkeit. Dahinter verbirgt sich das Verständnis, Einheiten so zu führen, dass sie zum richtigen Zeitpunkt über die notwendigen Informationen verfügen. Damit soll sichergestellt werden, dass jede Einheit, jede Soldatin und jeder Soldat genau über die Daten verfügt, die zur Aufgabenbewältigung benötigt werden – also weder mit zu viel noch zu wenig Informationen ausgestattet ist. Logischerweise lässt sich ein derart komplexer Prozess mit digitalen Geräten viel agiler abbilden als in den analogen Zeiten. Deshalb ist die Umstellung auf digitale Geräte für die Zukunft einer wettbewerbsfähigen Truppe alternativlos. Für die Anhänger der Funkgeräte gibt es dennoch eine gute Nachricht: Es wird sie weiterhin geben – allerdings in digitaler Form und als Ergänzung zum digitalen Endgerät.

Wehrdienstleistende sind Digital Natives

Doch nicht nur die Prozesse im Defence-Bereich ändern sich, auch das Bedürfnis der Soldaten und Soldatinnen nach digitalen Lösungen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Schließlich zählen die derzeitigen Wehrdienst-Leistenden zu den Digital Natives. Da verwundert es nicht, dass sie soziale Messenger quasi seit Kindesbeinen an verwenden. Es wäre also kontraproduktiv, dieses intuitive Kommunikationsverhalten nicht für die Bundeswehr zu nutzen. Ansonsten könnte der Wunsch nach Modernität so stark werden, dass eben doch das private Smartphone mit WhatsApp und Co. zum Einsatz kommt. Die Risiken wären dann sehr hoch. Denn die Liste der Daten, die auf digitalem Wege vom Gegner abgegriffen werden könnten, ist umfangreich und hochsensibel. Darunter fallen Koordinations- und Lagedaten, Truppenstärke und -bewegungen sowie Verschlüsselungs- oder sogar Gesundheitsdaten. Wie kann also der Sprung ins digitale Zeitalter auf sichere Weise gelingen?

Zertifizierte Kommunikationslösungen nutzen

Der Königsweg für die Bewältigung der hohen Anforderungen im Defence-Sektor sind containerbasierte Kommunikations- und Kollaborationstools, die mit einer Zulassung „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD)“ aufwarten können. Diese Zulassung des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) ist übrigens eine zwingende Voraussetzung, um überhaupt für eine Beschaffung innerhalb der Bundeswehr in Frage zu kommen. Dazu ist der Geheimhaltungsgrad NATO RESTRICTED, wie ihn SecurePIM Government SDS von Materna Virtual Solution aufweist, ein weiterer großer Vorteil für die Einheiten, da er sicherstellt, dass Kommunikations- und Sicherheitsschnittstellen innerhalb des Verteidigungsbündnisses funktionieren. SecurePIM Government SDS verarbeitet alle Daten innerhalb eines kryptisch verschlüsselten Software-Containers. Der Anspruch „alle Daten“ ist ernst gemeint. Das heißt auch Fotos aus dem Einsatzgebiet werden nicht erst in einer fremden Cloud-Umgebung gespeichert, sondern strikt nur innerhalb des Containers verarbeitet.

Pilotprojekt im Cockpit schafft Vertrauen

Bei digitalen Transformationen kommt Pilotprojekten erfahrungsgemäß eine wichtige Rolle zu. Sie sorgen idealerweise für positive Erfahrungswerte und damit für Vertrauen bei den Beteiligten. Einem derartigen Pilotprojekt konnte Materna Virtual Solution jüngst eine erfolgreiche Wende verpassen. Bei der Beschaffung von 1400 iPads für die Piloten und Pilotinnen hatte sich herausgestellt, dass eine zugelassene Software für die Kommunikation und Kollaboration fehlte. Durch die Lösung SecurePIM Government SDS, die sowohl Android als auch iOS unterstützt, konnten die iPads erfolgreich in die Kommunikationsstruktur der Truppe eingebunden werden. Das Tablet sorgt dabei nicht nur für einen aufgeräumten Arbeitsplatz und eine agile Echtzeitkommunikation, sondern bietet im Vergleich zum analogen Vorgänger auch noch einen handfesten Vorteil. Sollte eines der Geräte in feindliche Hände gelangen, sind die Daten nicht wie früher als Ausdrucke einsehbar, sondern können von der Zentrale aus einfach aus dem Device „verschwinden“. Klingt wie Zauberei und ist in jedem Fall ein wichtiger Durchbruch für die digitale Transformation im Cockpit.

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