Smartphones und Tablets geraten zunehmend ins Fadenkreuz von Hacker:innen. Wenig überraschend, bieten sie doch Funktionen für geschäftskritische Prozesse und sind mit dem Backend von Organisationen verbunden. Trotzdem investiert laut BSI die Hälfte der befragten Unternehmen weniger als 10 Prozent ihrer IT-Ausgaben in Cybersicherheit – empfohlen sind mindestens 20 Prozent.
Lesen Sie hier, wie Sie Kommunikation und Daten auf Smartphones und Tablets effektiv mit moderner Container-Technologie schützen.
Das Wichtigste in Kürze
- Mobilgeräte sind ein häufig unterschätztes Einfallstor für Cyberangriffe.
- IT-Sicherheit ist Chef:innensache: Nur 10 Prozent der Geschäftsleitungen sehen in mobilen Apps ein großes Risiko.
- Mobile Device Management (MDM) verwaltet Geräte, trennt aber private und dienstliche Daten nicht, wie es die DSGVO verlangt.
- Die Container-Technologie schottet alle dienstlichen Daten verschlüsselt ab – auf dem Gerät und bei der Übertragung.
- Gute Container-Lösungen sind BSI-geprüft, einfach zu bedienen, kommen ohne VPN aus und unterstützen Smartcards.
Homeoffice – von der Ausnahme zum neuen Normalzustand
Angestellte müssen und wollen im Homeoffice und unterwegs produktiv sein. Laut Bitkom arbeiteten im Dezember 2020 rund 10,5 Millionen Beschäftigte im Homeoffice, 45 Prozent zumindest teilweise. Doch Mitarbeitende einfach nach Hause zu schicken und sicherheitstechnisch auf das Beste zu hoffen, ist ein Wagnis: Neun von zehn Unternehmen in Deutschland waren 2020/21 von Datenklau, Spionage oder Sabotage betroffen. Der jährliche Schaden lag bei 220 Milliarden Euro.
Für IT-Abteilungen ist das eine große Herausforderung – unabhängig davon, ob die Organisation Dienstgeräte stellt (COPE) oder Mitarbeitende ihre privaten Geräte nutzen (BYOD). Drei Aspekte sind entscheidend:
- Mobile Endgeräte gehen leicht verloren. Unbefugte dürfen keinen Zugriff auf Firmen- oder Behördendaten erhalten, und die Daten müssen auf einem Ersatzgerät schnell wieder verfügbar sein.
- Mobile Geräte enthalten persönliche Inhalte. IT-Administrator:innen dürfen nicht auf private Fotos oder Kontakte zugreifen können – sonst sind die Auflagen der Aufsichtsbehörden nicht erfüllt.
- Die Grenze zwischen privater und dienstlicher Nutzung muss klar sein. Mitarbeitende müssen sensibilisiert sein, damit sie keine Apps mit getarnter Malware installieren.
Sicherheitsthemen sind Entscheider:innenthemen
Warum werden Cybergefahren trotzdem stiefmütterlich behandelt? Die »Mobile Security«-Studie der Computerwoche zeigt: Das Risikobewusstsein auf Entscheider:innenebene ist erschreckend gering. 53 Prozent der 600 befragten IT- und Geschäftsentscheider:innen sehen Datenklau als größtes Risiko – aber nur 10 Prozent der Geschäftsleitungen betrachten mobile Apps als großes Risiko. Nur wer selbst ein klares Bild der IT-Risiken und ein Schutzkonzept hat, kann es den Mitarbeitenden vorgeben und vorleben.
Mobile IT-Sicherheit: Warum MDM an seine Grenzen stößt
Organisationen lösen IT-Sicherheit bei Smartphones traditionell mit einem Mobile Device Management (MDM). Es verwaltet Geräte zentral, legt Richtlinien und Zugriffsrechte fest und sperrt oder löscht verlorene Geräte aus der Ferne.
Komplex wird es, wenn Firmengeräte privat genutzt werden (COPE) oder private Geräte beruflich (BYOD). Laut DSGVO müssen private und geschäftliche Daten strikt getrennt sein. Mitarbeitende wollen die Kontrolle über ihre Urlaubsfotos nicht an die IT abgeben, und Administrator:innen wollen nicht, dass private Apps auf dienstliche Kontaktdaten zugreifen. Ein MDM gibt zwar volle Kontrolle über das Gerät, löst aber die Datentrennung nicht. Zudem prüfen Betriebs- und Personalrät:innen MDM-Einführungen meist sehr kritisch und langwierig.
Mehr dazu lesen Sie im Blog:
Warum ein MDM allein keine mobile Sicherheit bietet.
Das Sicherheitsmodell der Zukunft: Container-Technologie
Bei der Container-Technologie liegen alle internen Daten in einem abgeschotteten, verschlüsselten Bereich – auf dem Gerät, im Netzwerk und bei der Übertragung. Ob das Gerät privat ist oder von der Organisation gestellt wird, spielt keine Rolle.
So funktioniert eine Container-Lösung: Sie erweitert das Betriebssystem um eine zusätzliche Sicherheitsschicht. E-Mails, Messenger, Kontakte, Kalender, Dokumente, Notizen sowie Netzwerk- und Fachanwendungszugriff laufen in einem verschlüsselten Bereich, dem Container. Die Daten sind vor unbefugtem Zugriff, Verlust und Manipulation geschützt und können nicht unkontrolliert ab- oder einfließen.
DSGVO-konformer Schutz: Aus dem Container heraus ist kein Zugriff auf private Apps möglich. So landen interne Informationen nicht per Copy & Paste in sozialen Netzwerken – und die Privatsphäre der Mitarbeitenden bleibt geschützt.
Vorteile der Container-Lösungen im Überblick
- Einfacher Zugriff auf Organisationsdaten mit Smartphone oder Tablet
- Unkomplizierte Konfiguration und zügiger Roll-out
- Modernste Verschlüsselung auf dem Gerät und bei der Übertragung
- Geeignet für COPE- und BYOD-Szenarien
- Strikte Trennung von dienstlichen und privaten Daten
- Volle Kontrolle über Organisationsdaten, ohne die Privatsphäre zu verletzen
- Zentrale Verwaltung ohne Eingriff in die Gerätekonfiguration
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Wer in Ihrer Organisation profitiert
- Anwender:innen laden die App aus dem App Store oder bei Google Play, melden sich an und arbeiten sofort – ohne Schulung. Ihr Gerät können sie weiterhin uneingeschränkt privat nutzen.
- IT-Administrator:innen verwalten den Container über ein Management-Portal oder ein bestehendes MDM. Sie legen Passwortregeln, Smartcard-Nutzung oder die Sperrung von Copy & Paste fest und löschen dienstliche Daten bei Verlust oder Austritt sofort – ohne Zugriff auf Privates.
- CISOs und Compliance-Verantwortliche setzen Richtlinien auf dem Mobilgerät einfacher durch. Über ein Gateway sind zentrale Server nicht mehr direkt aus dem Internet erreichbar, Man-in-the-Middle-Angriffe werden verhindert. Betriebs- und Personalräte stimmen in der Regel zügig zu.
Auswahlkriterien für Container-Lösungen
Eine geeignete Container-Lösung sollte auf einem unabhängig geprüften Sicherheits-Framework basieren und zusätzlich:
- intuitiv bedienbar sein – als App für iOS und Android optimiert, mit Oberflächen nach dem Vorbild nativer Apps,
- direkt verbinden – ohne VPN und ohne Umweg über ein Network Operations Center, etwa zu Microsoft Exchange (ActiveSync) oder HCL Domino sowie über ein sicheres Gateway zu Fileshare und Intranet,
- zertifizierte Krypto-Standards nutzen – etwa S/MIME, AES-256, SHA-256 oder Elliptic Curve statt eigener Algorithmen,
- Smartcards unterstützen – für hardwarebasierte Sicherheit, bei der z. B. die Entschlüsselung auf die Smartcard verlagert wird.
SecurePIM: Alles sicher in einer App
SecurePIM von Materna Virtual Solution schottet E-Mails, Messaging, Kontakte, Kalender, Intranet-Zugriff, Dokumente, Notizen und Aufgaben auf iOS- und Android-Geräten in einem verschlüsselten Container ab. Die Authentifizierung erfolgt per Passwort, PIN, Biometrie oder Smartcard.
- SecurePIM Management Portal: Sicherheitsregeln und Nutzer:innen zentral verwalten
- SecurePIM Gateway: sichere Verbindung zu Exchange und Intranet – dank Zertifikaten ohne VPN und ohne MDM
- BSI-geprüft: alle Varianten basieren auf der vom BSI geprüften Sicherheitsarchitektur SERA
- Geheimnisschutz: mobiles Arbeiten bis VS-NfD und NATO RESTRICTED
- Out-of-the-box DSGVO-konform und flexibel für BYOD und COPE im Mischbetrieb
Häufige Fragen
Was ist Container-Technologie bei Smartphones?
Ein verschlüsselter, abgeschotteter Bereich auf dem Gerät, in dem alle dienstlichen Apps und Daten laufen. Private Apps haben keinen Zugriff darauf.
Brauche ich mit einer Container-Lösung noch ein MDM?
In den meisten Fällen nicht. Ein MDM bleibt sinnvoll, wenn Sie eigene Apps verteilen, App-Installationen kontrollieren oder Geräte orten wollen. SecurePIM lässt sich mit einem bestehenden MDM kombinieren.
Ist Container-Technologie DSGVO-konform?
Ja, sie setzt die von der DSGVO geforderte Trennung von privaten und dienstlichen Daten technisch um.
Eignet sich Container-Technologie für BYOD?
Ja, weil die IT nur den Container verwaltet, bleibt das private Gerät privat – das erleichtert auch die Zustimmung von Betriebs- und Personalrat.
Mehr Informationen zu den BYOD-Modellen oder das Arbeiten in der Verwaltung finden Sie hier:
BYOD-Modelle einfach und sicher umsetzen
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